Die zweite Etage - Schlafbereich, Kinderzimmer, Mietwohnung

Genereller Aufbau

Die zweite Etage wurde wie die erste Etage aus weichgebranntem Ziegel gebaut, wobei hier ein weiteres Mal die Wandstärke reduziert wurde. Sind es im Bruchsteinkeller noch 70cm, in der ersten Etage 45cm, so wurden hier die Wände mit 30cm Stärke errichtet. Im Innenbereich liegen im Treppenhausbereich 18cm starke, gemauerte Wände vor. Die Trennwände zwischen dem Wohnraum "S" und den beiden danebenliegenden Räumen "SO" und "SW" sind rund 10cm stark und wie die Wände im Bereich des Raumes "O" aus ausgefachten Bundwänden. 

Die Nutzung 1877

Sämtliche Räume verfügen ausschließlich über Dielenböden und bis auf die Räume "O" und "S"  Räume mit Dachschrägen ausgeführt. Die in dieser Etage eingebauten Türen waren ursprünglich alle gleich, nur die Türe zum Dachboden war aufgrund der schmalen Struktur des Raumes einfacher gehalten. Die Räume "SW" und "SO" verfügten früher über kleine, runde Dachfenster, da sie ansonsten über keinerlei Licht verfügt hätten.
Diese Räume wurden bereits während des Ersten Weltkriegs vermietet bzw. diensten als Unterkunft für die in der ersten Etage wohnenden Hausbesitzerin.
 


Grundriss 1973

Ab dem Jahre 1973 wurde das Anwesen nur noch vermietet und nicht mehr durch die Besitzer genutzt. Was den seit 1920 in dem Haus lebenden Personen zur Gewohnheit geworden war und unverändert geblieben ist, reichte für moderne Wohnansprüche nicht mehr aus. 
 

Die Nutzung ab 1993 - eine Gästetoilette nebst Waschbecken

Da bereist im ersten Stockwerk ein Badezimmer eingerichtet wurde, nutzte man die notwendigen Rohrleitungen, um im darüberliegenden Raum eine Toilette und ein kleines Waschbecken zu installieren. Diese wurden in den Raum eingesetzt, welcher vermutlich auch früher dem einzigen Zweck diente, den Speicher zu erreichen. Hierzu wurde im Rahmen der ersten großen Veränderungen in den 1970er Jahren eine ausklappbare und ausziehbare Holzleiter installiert.

1993 - mehr Licht und eine Dusche

Da 1993 das gesamte Dach erneuert wurde, erhielt der zweite Stock auch neue Dachfenster, die sowohl größer als auch bisher "dunkle" Räume erhellten.
Zusätzlich wurde im Raum "SW" eine Duchwanne verbaut. Auch dies, um den gestiegenen Mietansprüchen trotz alter Bausubstanz gerecht zu werden.